[- woahaberjetztechtmaey -]

Mittwoch, 23. April 2008

Warten auf Wurstbrot

Es hätte das Motiv des Tages sein können.
Leichenwagen parkt vor Fleischerei.

Und ich werde vom Bus daran vorbei gefahren.
Merke: Das Leben ist nicht fair.

Dienstag, 22. April 2008

Bildungshappen

Der Plan war eigentlich nahezu perfekt und die Rahmenbedingungen optimal. Denn zu Beginn des neuen Semesters weilte Mutter Licht noch in den Ferien und somit war die Stelle hinterm Steuer ihres Wagens vakant. Auch in der zweiten Semesterwoche benötigte das Fahrzeug dringend Zuneigung von der töchterlichen Seite, was dieser weitere fünf Tage weitestgehend (wir befinden uns immer noch im Straßenverkehr) idiotenfreies Pendeln ermöglichte. Woche Drei wurde dann genutzt, um Gesprächsstoff für die mit dem Älterwerden (und vor allem dem Arbeiten in einer öffentlichen Einrichtung) gehäuft auftretenden Diskussionen über das gesundheitliche Befinden und den eisigen Blick des baldigen Todes anzuhäufen.
Drei Wochen Zeit also für alle nervösen Erstsemester, die richtigen Buslinien zu finden, die Abfahrtszeiten zu lernen und sich in den innenstädtischen Trott einzureihen. Drei Wochen Zeit für die Zweit- und Drittsemester, ihre übersteigerten Egos wieder ein wenig runterzufahren, die Bewertung ihrer Dozenten und Referatsthemen nicht öffentlich und über mehrere Meter hinweg uninteressierten Zeitgenossen kollateralschadenartig um die Ohren zu werfen, und vor allem drei Wochen Zeit, um sich daran zu erinnern, dass dies hier eine sehr kleine Stadt ist, deren sämtliche Wege wesentlich schneller mit dem Fahrrad zu bewältigen sind, als die Busfahrer "Bitte den Bereich vor der hinteren Tür freimachen, damit sie endlich schließt" sagen können.

Aber was sind schon drei Wochen, wenn ich mit meinen Kommilitonen im Berufsverkehr schön gemütlich und mit aller Zeit der Welt im Weg stehen kann _und_ dabei nach allen Regeln der Peergroup-Zugehörigkeit top gestylt bin?

Dienstag, 19. Februar 2008

Mein Radio brennt

Und Euch, liebe Radiosender, -moderatoren und -macher, möchte ich mal was mit auf den Weg geben:

Menschen, die um 6:15 Uhr morgens einen Radiosender bar jeglicher Informationsanliegen einschalten, wollen geweckt, nicht in den Schlaf gelullt werden. Um diese Zeit ein Lied zu spielen, in dessen Refrain gefühlte skatrillionen Mal die Zeile "it's too late to apologize" vorkommt, lässt zwar den Schluss zu, dass Ihr zumindest ahnt, wie kacke Euer Programm wirklich ist, ändert aber nichts an der physiologischen Unmöglichkeit, durch den zugehörigen Rhythmus in die Gänge zu kommen, Platz 2 der Charts hin oder her. Und was von diesen generell zu halten ist, zeigt sich mit einem Blick auf Platz 1, auf den zum wiederholten Male die Klingeltonindustrie mit Hilfe des geistig komplett retardierten Durchschnittskäufer ihren akustischen Müll abgeladen hat. Das Ding dann auch tatsächlich öffentlich und gebührenfinanziert abzuspielen, macht Eure Fick-Dich-Hörer-Haltung mehr als deutlich, und keine geheuchelte Entschuldigung der Welt wird mich dazu bringen, das Gegenteil anzunehmen. Lieber stürze ich mich in ein freiwilliges Koma, als meine geistige Anwesenheit nochmal dem Radiowecker anzuvertrauen.

"Schon GEZahlt?", fragen mich die Überreste eines Plakats auf dem Weg zur Arbeit. Langsam greife ich in meine Tasche und ziehe den neuerworbenen Flammenwerfer hervor.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Hinterlassenschaften

Die Stadt im Ländle hat mehr Einwohner, die mehr Müll produzieren. Ein Blick auf die Straßenbeläge der Innenstadt am frühen Abend oder an einem Samstag bestätigt dies regelmäßig.

Die Stadt in Mittelhessen hat wohl im Verhältnis mehr Hundebesitzer. Auch hier genügt ein Blick auf den Asphalt, um den Verdacht zu erhärten.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf

Dennoch besitze ich sie alle, und die meisten von ihnen müssen mit.

Wenn ich mich nochmal beim Gedanken "ich hab nichts anzuziehen" erwische, knipps' ich mir höchstpersönlich das Licht aus. Das geht ja mal gar nicht.

Zumindest weiß ich nun wieder, warum die Aversion gegen Umzüge so groß war.

Sonntag, 27. Januar 2008

Ist mir schlecht.

Bitte nicht noch 5 Jahre Koland Roch.
Der ist ja von hier unten aus schon nicht zu ertragen.
Bitte. Ich halt' mich auch an die 100 Tage Schonfrist für Yps.

Dienstag, 15. Januar 2008

Wirrschaft

Wenn wir zu wenig Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor haben (wo fängt der eigentlich an und wo hört der auf?), wie mancherorts behauptet wird, haben wir dann eigentlich auch zu wenig HartzIV-Empfänger und zu niedrige Lohnnebenkosten?

Sonntag, 2. Dezember 2007

viral

Zivilisation funktioniert genau so wie der Rest des Lebens auch.
Das schließt auch und gerade Mutataionen mit ein.
So wie ein Virus mutiert, tun es auch die nervenden Eigenschaften der humanoiden Umwelt.

Aktuell erfolgreich:
Mitteilungsbedürftigkeit, MP3-fähiges Handy ohne Kopfhörer, Web2.0 und abzuleistender Wehrdienst gehen eine fatale, jedoch schlüssige Bindung ein und schüren nette kleine Brandherde der Aggression unter den Synapsen der Mitreisenden.

Mittwoch, 21. November 2007

Vorbereitung

-$ mv /home/Tisch/LinuxSkript.txt ~/.gehirn

Dienstag, 20. November 2007

Zu- und Absagen

Noch vor einigen Wochen war ich fast schon wütend, da gemeinsame Lebensplanung mich früher in die alte Heimat zurückbringen würde, als ich es vor hatte. Und nun könnte ich losheulen bei der Vorstellung, dass das so sicher geglaubte notwendige Übel nicht eintreten wird.

Es wird sich was finden, ja, sicher. Wo? Wer weiß das schon, das ist keine Frage mehr, die ich stellen sollte. Da wo ich langfristig hinwollte zumindest nicht, das wurde mir heute noch einmal in aller Deutlichkeit mitgeteilt.
Human Ressources, dennoch nicht zuständig, "selbst dann muss noch die Gescäftsleitung..." und zwischen den Wörtern, die aus dem Höhrer quellen, ein klares, deutliches Nein.

Beziehung? Schön, wenn man eine hat, das muss reichen, gemeinsames Leben läuft nicht, außer man tut sich acht Stunden täglich im Geiste selbst was an.

Arbeit, die man will, die herausfordert und Spaß macht oder zusammen sein. Beides geht nicht, einer zieht das kurze Streichholz. Eigentlich sollte es mich nicht weiter verblüffen, dass ich es bin, denn für mich sind fast alle Streichhölzer zu kurz, immer schon.

Ankommen? Irgendwann vielleicht, im Woauchimmer.

Ich weiß. Ich sollte dankbar sein. Passable Jobaussichten und Beziehung - damit gehöre ich gleich zu zwei nicht ganz alltäglichen Spezies, zumindest sagt man so. Ich bin auch dankbar, versprochen, morgen wieder, wenn ich drüber hinweg bin, dass ich beides nur mit mehreren hundert Kilometern Abstand haben kann. Dass ich auch weiterhin nirgends so richtig zu Hause sein werde, weil immer irgendetwas von irgendwoher mich irgendwohin zieht.
Und das Selbstmitleid hab ich dann auch in die Tonne getreten, ehrlich.

[- ach übrigens -]
[- bilderrätsel -]
[- die worte der anderen -]
[- echtzeit -]
[- formaler selbstinzest -]
[- im rhythmus bleiben -]
[- konturverneinend -]
[- nonverbales treiben lassen -]
[- oder so -]
[- pärchenmärchen -]
[- samt fürs hüftgold -]
[- woahaberjetztechtmaey -]
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