Mittwoch, 16. Januar 2008

Exdämonen

Sowas hat ja jeder.
Personen in seiner Vergangenheit, die etwas getan haben, was so einprägsam im negativen Sinne war, dass künftig niemand in unserem Umfeld auch nur Ansatzweise dieses Handlungschema erfüllen darf, will er nicht ernsthafte Probleme mit uns bekommen.

Bei mir war es der Designer, der sich zusätzlich zu den ganz eigenen Problemen, über die er sowieso schon in Hülle und Fülle verfügte, immer gerne noch und mit größtem Elan die Schuhe anderer Menschen anzog, um dann hinterher zu klagen, sein Los sei zu schwer, die Welt nicht gerecht und alle gegen ihn. Gerne in Begleitung seiner ganz speziellen "nein, lass mich zurück, ich halte Dich nur auf, mein Leid darf nicht zählen (hab ich erwähnt, dass ich leide?)"-Attitude, die ich ihm noch heute gerne zu fressen gäbe (würde ich ihn nochmal sehen wollen).

Seitdem ist es wurscht, wer mit welchem Aspekt dieses Verhaltensmusters aus welchem Grund aufwartet - Freund oder Feind versetzt mich in einen Zustand, der mit gewaltbereit nur unzulänglich umschrieben wäre.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Freud and the City

Gerade beim Suchen und Finden des rechten Weges zum Vorstellungsgespräch "Bad Homburg vor der Hölle" auf der Karte gelesen.

Sollte meine Einstellung gegenüber FFM dringend ändern - kann sein, dass ich da mal arbeiten muss.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Apropos Prokrastination

Vorläufig ist der Treibsand wegen Braununlust grün.
Passend zum Pulli.

Neujahrsansprache

Man wünscht ein frohes neues Jahr und hofft, dass über die Feiertage nichts wichtiges verlustig ging, sondern im Gegenteil alle reich mit Nahrung und Nettigkeiten überhäuft wurden. Nachdem ich mich erfolgreich durch Feiertage und Familienzusammenführungen wursteln durfte, werde ich mich nun hoffentlich ebenso erfolgreich durch meine Prüfungen wursteln müssen.
Bitte sehen Sie mir also nach, wenn ich auch in den kommenden Tagen nicht viel von mir geben werde. Wobei die genannten Bedingungen ja eigentlich ideal für prokrastinatorisches Mitteilungsbedürfnis wären.

Die Reste von 2007

Sie hat sich Mühe gegeben, meine Heimat, und ihr Winterkleid zumindest für die ersten Tage meines Aufenthalts nochmal aufgebügelt, die Obstbäume mit fast schon zentimeterdickem Reif bestreut und schockgefrostet. Das alte Dorf unter der Burg, das, darauf besteht der Hausherr, eigentlich eine Stadt unter der Burg ist, liegt einige Meter höher als das in der Aue, und es nutzt die Gelegenheit, seine engen Gassen und Höfe, die Burgmannenhäuser und alles andere von einer leichten, aber nennenswerten Schneedecke bedecken zu lassen. Nebel, der sich in den Auen meist mit aufsteigender Sonne verflüchtig, bleibt manchmal den ganzen Tag; eine Wolke hängt um das, was man hier einen Berg nennt, und nimmt den Blick auf die nahe Stadt und das Umland. Die Welt entfernt sich und Zeit zieht in unregelmäßigen Schwaden vorbei, bemerkt wird sie kaum.

Samstag, 8. Dezember 2007

on riverside drive

Auf nach New York, touch and go tanzen den Tango in Harlem.
Die Muffins dort sollen auch großartig sein.

Freitag, 7. Dezember 2007

irgendwas läuft schief

Was mich fast noch mehr mitnimmt als der Ausflug meines Mobiltelefons, ist die Tatsache, dass ich bereit bin, knapp 21,00 Euro zu bezahlen um die Möhre wiederzubekommen.

Und ich bewerbe mich bei einer Firma, die es geschafft hat, das vollständige Bullshit-Arsenal zusammen mit MS Comic Sans auf eine Seite zu packen.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

adventszeitverdichtung

mein handy liegt in ost-berlin
doch da komm' ich so schnell nicht hin
in ffm hat es geschwiegen
und ist nicht mit mir umgestiegen
lag unterm sitz mucksmäuschenstill
(es weiß wohl, dass ich's nicht mehr will)

all die nummern und adressen
sind vergessen
sind vergessen
ganz allein in ost-berlin
macht handy sich das leben schön

seit jenem tag (man ahnt das schon)
häng' ich sehr oft am telefon
(am ohr die fundstücksammelstelle
des fundstücks letzte heimfahrtschwelle)
und warte auf die Botschaft: so,
ihr handy hier am bahnhof zoo

all die nummern und adressen
sind vergessen
sind vergessen
ganz allein in ost-berlin
trinkt handy sich die tiere schön

dann endlich schicken sie es mir
im päckchen direkt vor die tür
wenn ich's dann habe werd' ich tanzen
kurz bevor mir dann die ganzen
macken wieder einfallen die ein typisches siemens-handy halt so hat wenn es was auf sich hält. Ups, Refrain noch.
Ok:

all die nummern und adressen
sind vergessen
sind vergessen
ganz allein fern von berlin
trink' ich mir dann mein handy schön

Prost.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Natriumglutamat

Die besten Pommes der Welt gibt's übrigens auf Gleis 1 am Gießener Hauptbahnhof!

Sonntag, 25. November 2007

Lese- und Bedenkempfehlung

Auf Alarmschrei findet sich ein für's Web zwar recht langer, dafür aber sehr interessanter Gedankengang zum aktuellen Menschenbild in unserer Gesellschaft, zu Rechtfertigungsszenarien, die daraus entstehen, und die dahinter durchscheinenden Denkmuster.
Das ausnahmslos einzige Unerfreuliche an leichter und schwerer Krankheit ist in dieser Logik, dass die Kranken nicht der Produktion zur Verfügung stehen; ein Zweites wäre höchstens noch, dass ihre Behandlung Geld kostet. Vom moralischen Minimum ist nichts übrig. Der Wert eines Menschen besteht in seiner Benutzbarkeit, und sofern er Rechte hat, leiten sie sich aus ihr ab.
Insgesamt wird da vieles, was in mir und anderen gährt, aber keine Worte findet, recht deutlich auf den Punkt gebracht.

Und Du so?

Du bist nicht angemeldet.

Sieh mal zu!

warm und licht und plüschig

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Nix geht verloren, der Treibsand wird archiviert: Deutsches Literaturarchiv Marbach. Danke.

Anna

- heißt eigentlich anders und schreibt seit 2002 hin und wieder was ins Internet, seit 2007 tut sie es hier. Ab und an denkt sie wegen Untätigkeit laut oder leise übers Löschen nach, durchringen kann sie sich nicht. Im Treibsand versinken Gefühle, Eindrücke und Textfetzen, die irgendwohin müssen, aber nirgends so richtig passen wollen.

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Online seit 6851 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:09

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[- bilderrätsel -]
[- die worte der anderen -]
[- echtzeit -]
[- formaler selbstinzest -]
[- im rhythmus bleiben -]
[- konturverneinend -]
[- nonverbales treiben lassen -]
[- oder so -]
[- pärchenmärchen -]
[- woahaberjetztechtmaey -]
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