Mittwoch, 19. November 2008

keine waffe aus ebenholz

soviel du
in fleisch und blut
drübergegangen

soviel ich
weiß wieim schnee
draufgegangen

Samstag, 8. November 2008

Unser kleiner Liebling

Börps.

...nie räumt sie ihre Reste weg...

Montag, 3. November 2008

herbst - zeit - lose

es ist so einsam ohne dich,
haucht dir der herbst ins ohr.

mit mir, schreist du zurück,
war es doch noch viel einsamer.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Prinzessin Drama hat die Schnauze voll

Man muss vorsichtig mit mir umgehen, und bestimmte Dinge vertrage ich nicht, denn ich bin in der Vergangenheit sehr verletzt worden, sagte Prinz Baldrian und sah sie an mit einem Blick, der vom tief durchlebten Leid seines Trägers berichten sollte.

NA UND?! brüllte Prinzessin Drama, der nun endgültig der Geduldsfaden gerissen war, quer über den soeben servierten Hauptgang, ICH AUCH! JE - DER! WIR ALLE! KOMM' VON DEINEM SCHEISS-EGOTRIP RUNTER! Außer sich vor Wut warf sie ihm noch einge sehr hässliche Worte und versuchsweise einige nur geringfügig weniger hässliche Dekorationsartikel an den Kopf, bevor sie das Restaurant verließ.

Prinz Baldrian hatte sich so ein Blind-Date zwar irgendwie anders vorgestellt, fühlte sich aber dennoch bestätigt in seiner Weltsicht: das Leben wollte ihm partout nichts Gutes.



Für K., die eine Inspiration war und ist und außerdem noch absolut Recht hat. ♥

Montag, 27. Oktober 2008

Teilsanierung

Verzeihen Sie bitte die Spielereien, sofern Sie was davon mitbekommen, aber da müssen wir nun alle durch. Aus irgendeinem Grund wurstel ich halt lieber im laufenden Motor.

Montag, 20. Oktober 2008

Jolanda 1

Wir saßen am Fenster, im Halbdunkel der Dämmerung, und einige letzte, träge Regentropfen malten neue Wege in das Durcheinander ihrer kleineren Artgenossen auf dem kühlen Glas. Irgendwo heulte ein Motor auf und die hektische Geschäftigkeit auf den Hinterhöfen, die mit Beendigung des Regens fast sofort wieder eingesetzt hatte, drang als vertraute Geräuschkulisse hinauf zu uns.

Langsam und lange sog sie den Rauch der selbstgedrehten Zigarette in sich ein. Mit betonter Lässigkeit hielt sie sie zwischen den Spitzen von Daumen und Zeigefinger. Ich kannte sie lange genug, um den Schild zu sehen, den sie so um sich zu erichten wusste. Das Paradoxon: körperlich nicht mehr sie selbst, sondern eine Maske, eine Figur, war dieser Zustand derjenige, der einen Einblick in sie als Person ermöglichte, der es ihr als Person ermöglichte, sich frei unter Menschen zu bewegen.

Sie sah mich nicht an; nicht während des Inhalierens und auch nicht während sie den Qualm nach einem kurzen Moment des Innehaltens wieder in einem flachen Strahl aus Lunge und Mund entweichen ließ. Blicklos starrte sie durch die Fensterscheibe. Ein-, zweimal zuckte ihre Unterlippe, so als würde sie - endlich - beginnen zu sprechen, doch das kurze Beben erstarb jedes Mal in der schweren Stille der Küche.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

nimm alles fort

der wind lässt die farben auf die straße regnen

Sonntag, 28. September 2008

in manchen momenten könnte man alles und jeden hinter sich lassen, einfach so

du siehst nichts
außer dir
in mir
drinnen brodeln
leere worte
fetzen
wie brennendes papier

Und Du so?

Du bist nicht angemeldet.

Sieh mal zu!

warm und licht und plüschig

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Nix geht verloren, der Treibsand wird archiviert: Deutsches Literaturarchiv Marbach. Danke.

Anna

- heißt eigentlich anders und schreibt seit 2002 hin und wieder was ins Internet, seit 2007 tut sie es hier. Ab und an denkt sie wegen Untätigkeit laut oder leise übers Löschen nach, durchringen kann sie sich nicht. Im Treibsand versinken Gefühle, Eindrücke und Textfetzen, die irgendwohin müssen, aber nirgends so richtig passen wollen.

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:09

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