Backbare Entschärfung eines ewigen Gewissenskonflikts
Eines der Probleme, die es sich gerne in Singlehaushalten bequem machen, ist ja der gemeine Lebensmittelrest. Entweder die 34,2 Gramm Nudeln, die man dann doch nicht mehr geschafft hat, die viereinhalb Esslöffel Gemüsepfanne, die gestern irgendwie nach mehr aussahen - beide nicht ganz so schlimm, man kann es in Suppen werfen oder mit etwas anderem strecken - oder aber die Reste aus Phasen von heißen Gelüsten.
Bei mir läuft das so (Vorsicht, Kinder, nicht zu hause nachmachen!):
In den Supermarkt komme ich dank exklusiver Wohnörtlichkeit und mangels dritten und vierten Rades nicht ganz so oft. Bin ich also da, kaufe ich nicht nur für heute und morgen ein, sondern gleich noch für die folgenden drei, vier Tage. Hier ewas zu vergessen ist schlecht, das kann zu solch leckeren Abendesssen wie Reis mit Mais oder Nudeln mit Kohl (auch hier gilt: nicht zu hause nachmachen!) führen. Also kauft Frau Licht lieber etwas mehr, denkt an Einfrieren, Aufheben, Weiterverarbeiten (manchmal denke ich, sollte ich ein vorheriges Leben gehabt haben, dann hatte ich da wahrscheinlich permanent großen Hunger, was zu meinem heutigen Hamsterverhalten führt).
Dies kummuliert sich fataler Weise häufig mit dem Auftreten von Phasen überzogener Gelüste.
Zum Beispiel. Im Jahr esse ich vielleicht 20 Äpfel - 15 davon schätzungsweise in wenigen, aufeinenander folgenden Wochen. In einer solchen Phase werden also einige Male viele Äpfel gekauft, damit welche da sind, wenn ich sie will, und dennoch sind es eventuell zu wenige.
Es kommt aber immer irgendwann der Punkt, an dem ich keine Äpfel mehr sehen kann. Meist kommt dieser Punkt einen Tag nach einem Einkauf, zu einem Zeitpunkt also, an dem ich recht viele Äpfel mein eigen nennen kann. Meist schiebe ich sie dann ein wenig außer Sichtweite, mein Gewissen plagt mich immer beim Anblick von Lebensmitteln, die definitiv nicht gegessen werden.
Irgendwann tauchen sie dann wieder auf - immer noch essbar, aber: mehlig, was mal gar nicht geht. Gleichzeitig mit den Äpfeln erscheint aber auch wieder das schlechte Gewissen - ich weiß genau, dass ich die nicht mehr essen werde, wegschmeißen kann ich sie aber auch nicht.
Was tun?
Eine Lösung, die im durchschnittlich ausgestatteten Haushalt quasi sofort umsetzbar ist, bietet weihnachtsorientierter Honigkuchen:
100 g Zucker mit
1/2 Päckchen Vanillinzucker und
3 - 4 ordentlich vollen Esslöffeln Honig in
knapp 200 ml Wasser gründlich mischen
das Ganze zu
200 g Mehl mit
1/2 Päckchen Backpulver und
Zimt geben und
zu einem flüssigen, glatten Teig verrühren
wenn man hat
Walnüsse oder ähnliches kleinhacken (oder -hauen, es eignen sich ein Geschirrtuch und ein Fleischklopfer - Achtung, nicht zu empfehlen in Mietshäusern nach 22:00 Uhr!)
1 - 2 Äpfel in kleine Stücke schneiden oder einfach raspeln
Beides in den Teig geben und unterrühren.
Bei 160 °C ca. 50 Minuten backen.
Klebrig, viel zu süß und erstaunlich schmackhaft.
Bei mir läuft das so (Vorsicht, Kinder, nicht zu hause nachmachen!):
In den Supermarkt komme ich dank exklusiver Wohnörtlichkeit und mangels dritten und vierten Rades nicht ganz so oft. Bin ich also da, kaufe ich nicht nur für heute und morgen ein, sondern gleich noch für die folgenden drei, vier Tage. Hier ewas zu vergessen ist schlecht, das kann zu solch leckeren Abendesssen wie Reis mit Mais oder Nudeln mit Kohl (auch hier gilt: nicht zu hause nachmachen!) führen. Also kauft Frau Licht lieber etwas mehr, denkt an Einfrieren, Aufheben, Weiterverarbeiten (manchmal denke ich, sollte ich ein vorheriges Leben gehabt haben, dann hatte ich da wahrscheinlich permanent großen Hunger, was zu meinem heutigen Hamsterverhalten führt).
Dies kummuliert sich fataler Weise häufig mit dem Auftreten von Phasen überzogener Gelüste.
Zum Beispiel. Im Jahr esse ich vielleicht 20 Äpfel - 15 davon schätzungsweise in wenigen, aufeinenander folgenden Wochen. In einer solchen Phase werden also einige Male viele Äpfel gekauft, damit welche da sind, wenn ich sie will, und dennoch sind es eventuell zu wenige.
Es kommt aber immer irgendwann der Punkt, an dem ich keine Äpfel mehr sehen kann. Meist kommt dieser Punkt einen Tag nach einem Einkauf, zu einem Zeitpunkt also, an dem ich recht viele Äpfel mein eigen nennen kann. Meist schiebe ich sie dann ein wenig außer Sichtweite, mein Gewissen plagt mich immer beim Anblick von Lebensmitteln, die definitiv nicht gegessen werden.
Irgendwann tauchen sie dann wieder auf - immer noch essbar, aber: mehlig, was mal gar nicht geht. Gleichzeitig mit den Äpfeln erscheint aber auch wieder das schlechte Gewissen - ich weiß genau, dass ich die nicht mehr essen werde, wegschmeißen kann ich sie aber auch nicht.
Was tun?
Eine Lösung, die im durchschnittlich ausgestatteten Haushalt quasi sofort umsetzbar ist, bietet weihnachtsorientierter Honigkuchen:
100 g Zucker mit
1/2 Päckchen Vanillinzucker und
3 - 4 ordentlich vollen Esslöffeln Honig in
knapp 200 ml Wasser gründlich mischen
das Ganze zu
200 g Mehl mit
1/2 Päckchen Backpulver und
Zimt geben und
zu einem flüssigen, glatten Teig verrühren
wenn man hat
Walnüsse oder ähnliches kleinhacken (oder -hauen, es eignen sich ein Geschirrtuch und ein Fleischklopfer - Achtung, nicht zu empfehlen in Mietshäusern nach 22:00 Uhr!)
1 - 2 Äpfel in kleine Stücke schneiden oder einfach raspeln
Beides in den Teig geben und unterrühren.
Bei 160 °C ca. 50 Minuten backen.
Klebrig, viel zu süß und erstaunlich schmackhaft.
Anna Licht - 14. Dez, 12:03
