[- nonverbales treiben lassen -]

Sonntag, 4. Oktober 2009

tiefenrausch

Ihr seid zu weit weg. Zu wenig und nicht genug und doch zu viel für mich. Lasst mir zu viel Raum für Phantasien und zu wenig Luft zum Atmen. Kettet mich an Euch, aber könnt mich nicht halten, ja, nicht einmal aushalten könntet Ihr mich.

Unter der Wasseroberfläche schwebe ich, Eure verzerrten Körper beobachtend mit weiten Augen, Eure Handlungen. Dumpf dröhnt der Klang Eurer Existenz zu mir hinunter, lässt meine Welt erbeben, die sanften Wellen dirigieren meinen bleichen Körper; schlingpflanzengleich treibt mein gieriges Haar knapp über dem Morast der Tiefe.

Keine Hand werde ich Euch entgegenstrecken, kein Wort an Euch richten, Ihr werdet vorbeigehen, nicht ohnen eine Teil von mir zu fordern, vorübergehen, vergehen, Euch nicht umdrehen und niemals dagewesen sein, wenn ich nur still halte, den Blick weiter nach oben auf Euer Leben gerichtet, vom Wasser gehalten, an den Morast gebunden.

Mittwoch, 19. November 2008

keine waffe aus ebenholz

soviel du
in fleisch und blut
drübergegangen

soviel ich
weiß wieim schnee
draufgegangen

Sonntag, 28. September 2008

in manchen momenten könnte man alles und jeden hinter sich lassen, einfach so

du siehst nichts
außer dir
in mir
drinnen brodeln
leere worte
fetzen
wie brennendes papier

Sonntag, 14. September 2008

im schlamm warten

in nasser schwerer erde
grab ich
nach dir
finde ich teile von mir
von dir
bleibt keine spur
verborgen
in nasser schwerer erde
grab ich
mich ein und aus

Montag, 18. August 2008

der schmale grat

mein herz brennt
schlag um schlag
verharrst du länger
als ich warten kann
komm
lass mich gehen
halt mich fest
mein weißer leib
verlangt nach dir

Sonntag, 17. August 2008

niemals betrunken bloggen (no slave to the rhythm)

alles nur scherben und konfetti
das dunkel leuchtet viel zu grell
mein treibstoff und mein untergang
pulsier'n in meinen venen
vom grund des meeres winke ich dir zu
verspreche postkarten
während mir mein feuchtes grab behagt
ich sag dir: morgen bin ich wieder da
und du kannst gar nicht anders
als mir zu glauben

denn diese augen können lügen
nur nicht sehen wenn keiner guckt
und all die paare
zwei für zwei
fallen aus wie trübes wasser
an einem heißen sommertag
und was atem war ist plötzlich nichts

Montag, 28. Juli 2008

im dunkeln

ungebunden festgehalten
salz im mund
angebunden ungehalten
scharf die luft
verbunden haltlos
schwarz vor augen

hör
jetzt
nicht
auf

Montag, 31. März 2008

no exit

die kalte wand
im rücken
vor mir
du

warm deine hand
entzücken
greif nur
zu

Montag, 17. März 2008

selbstillusionierung

der augen blick
trinkt gierig horizonte dir
und wintermorgen
aus der hohlen hand

Dienstag, 25. September 2007

Ohne Worte I

nimm meinen körper
in die hand
und fass mich
an den haaren
schließ meine augen
lass dich los
mein herz
schlägt wild
um sich


eingebuddelt am 21.2.2007


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