[- die worte der anderen -]

Donnerstag, 25. August 2011

selbstgespräch

"[...]Ich trinke solidarisch mit, nur die ersehnte Rage gegen das alles hier, die kommt nicht, stattdessen kommt der Blues, gegen den man weder anvögeln noch -trinken kann, weil er Sex sinnlos und Alkohol schal werden lässt, weil man ganz kurz, mitgerissen von den Gedanken des Anderen, wirklich bei sich war, bei der Fünfzehnjährigen, die man mal war; die sich das alles ganz anders vorgestellt hatte."

Dienstag, 1. März 2011

was weißt du denn schon

ich glaube, ich hätte dich gerne kennengelernt, bevor du so verletzt worden bist.

ich mich auch.

Sonntag, 16. Januar 2011

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zum Loch im Kopf

Mit einer Sache hast du natürlich recht:
ich bin nicht glücklich.
Das habe ich aber auch nie behauptet.

Und was soll das überhaupt sein?

Donnerstag, 14. August 2008

grown ups

Es gibt Momente im Leben, da stürzt die Einsamkeit förmlich auf dich ein und zersplittert auf ihrem Weg zu dir bisher feste Größen, lässt den Boden wanken, hinterlässt kalte Asche und einen Kloß im Hals.

Da stehst du allein, lediglich mit deinen Grundsätzen bekleidet und einem Gefühl für das, was du für richtig hälst und was vordergründig die meisten Menschen in deinem Umfeld ebenso als richtig unterschreiben würden. Vor allem die, die dich erzogen haben.

Genau diese Menschen sind nur einen Meter entfernt von dir, während einer von ihnen, einer ihrer ältesten Freunde, im abfälligen Ton das Wort "Schlitzauge" benutzt. Oder "Neger". Oder als erste Assoziation beim Gespräch über die Hochzeit eines schwulen Paares im Nachbarort den linken Arm affektiert an sich reißt, theatralisch die Augen rollt und die Haare wirft und in hoher, überspitzter Stimme etwas unglaublich dämliches über die mögliche Besetzung der Gästeliste äußert.

Die ersten Male noch reagierst du mit hochgezogenen Augenbrauen und weist in lockerem Ton darauf hin, dass das gewählte Wort nicht angebracht ist. Dass es Menschen gibt, die sich verletzt fühlen dadurch. Außer dir und dem Angesprochenen sagt keiner mehr was. Betretenes Schweigen.

Irgendwann aber kannst du nicht mehr locker und höflich bleiben, irgendwann patzt du nur noch gerade heraus, fragst, wo der Artikulierende eigentlich lebt, dass er ein solches Weltbild mit sich herumtragen muss. Und sagst offen, dass du das an den Tag gelegte Klischee-Denken mehr als nur zum Kotzen findest. Und kannst nur noch höhnisch lachen auf die Antwort: "Das ist aber so."

Dann siehst du die Scham in den Augen der Menschen, die dich dahin erzogen haben, den Mund aufzumachen, deren "Nie wieder!" vor 25 Jahren laut durch die Straßen gellte. Und jedes Gefühl der Sicherheit ist auf einmal fort. Ein leiser Stich in deinem Innersten kündet von ihrer ehemaligen Anwesenheit, aber noch nicht einmal das kannst du in diesem Moment glaubhaft vor dir selbst bezeugen. Dass es sie einmal gegeben haben mag, die Sicherheit.

Denn du weißt nicht, du kannst nicht erkennen und nicht mehr spüren, was sie ihre Augen niederschlagen lässt. Das Verhalten ihres Freundes, ihr eigenes oder deins.

Donnerstag, 31. Juli 2008

auf der richtigen seite

diehoelle

[...]
tja, das ist nicht mein problem, denn jetzt geh ich wieder

Freitag, 13. Juni 2008

snailing away

schneckegelb

when you wake up you're all weak
throwing your life away
someday, sorry coming home
sorry snail
what you wait for

Smashing Pumpkins - Snail

Montag, 2. Juni 2008

Fernweh

"Reisen ist Aufbrechen ohne Ziel, nur mit flüchtigem Blick umfängt man ein Dorf und ein Tal, und was man am meisten liebt, liebt man schon mit dem Schmerz des Abschieds,"
schrieb übrigens Frau Schwarzenbach.

Freitag, 29. Februar 2008

[Seelenstriptease]

Frau Wahl kann nicht bloggen, wenn ihr jemand über die Schulter schaut.

Ich kann nicht das bloggen, was ich von jemandem gelesen wissen möchte, weil ich Angst habe, dass jemand es liest. Obwohl ich weiß, dass jemand es sowieso nicht liest.

Am Ende der Worte.
[/Seelenstriptease]

Sonntag, 25. November 2007

Lese- und Bedenkempfehlung

Auf Alarmschrei findet sich ein für's Web zwar recht langer, dafür aber sehr interessanter Gedankengang zum aktuellen Menschenbild in unserer Gesellschaft, zu Rechtfertigungsszenarien, die daraus entstehen, und die dahinter durchscheinenden Denkmuster.
Das ausnahmslos einzige Unerfreuliche an leichter und schwerer Krankheit ist in dieser Logik, dass die Kranken nicht der Produktion zur Verfügung stehen; ein Zweites wäre höchstens noch, dass ihre Behandlung Geld kostet. Vom moralischen Minimum ist nichts übrig. Der Wert eines Menschen besteht in seiner Benutzbarkeit, und sofern er Rechte hat, leiten sie sich aus ihr ab.
Insgesamt wird da vieles, was in mir und anderen gährt, aber keine Worte findet, recht deutlich auf den Punkt gebracht.

Sonntag, 11. November 2007

Aktuell

Jetzt sind wir hier. Was jetzt geschieht, geschieht uns.
Anna Seghers - Das siebte Kreuz

Und Du so?

Du bist nicht angemeldet.

Sieh mal zu!

warm und licht und plüschig

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Nix geht verloren, der Treibsand wird archiviert: Deutsches Literaturarchiv Marbach. Danke.

Anna

- heißt eigentlich anders und schreibt seit 2002 hin und wieder was ins Internet, seit 2007 tut sie es hier. Ab und an denkt sie wegen Untätigkeit laut oder leise übers Löschen nach, durchringen kann sie sich nicht. Im Treibsand versinken Gefühle, Eindrücke und Textfetzen, die irgendwohin müssen, aber nirgends so richtig passen wollen.

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Online seit 3743 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Okt, 16:34

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