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Der Topf als Sammelbecken der Abgelehnten und Halbvergessenen

Zum Mitdemtagversöhnen braucht's gar nicht so viel:
ein paar halb-frische Pilze, die kleine, traurige Zwiebel von einem namenlos bleibenden, weil unbekannten Mitbewohner, den Rest Schmand, der so dringend weg muss, den unvereidlichen Parmesankäse und die lächerliche Menge Nudeln, die beim letzten Mahlkochen das Zuvieldesguten dargestellt hätte.

Naja. Um ehrlich zu sein, der Parmesan alleine hätte wahrscheinlich auch gereicht. Aber Kochen holt mich so schön runter, vor allem wenn's so schnell geht.

Ich hoffe nur, meine Innereien gewinnen gegen die Pilze.
Da hab ich quasi drauf gesetzt.
Herr Wolf - 28. Sep, 15:21

Gut Pilz will Weile haben

In weniger glücklichen Fälle eher Eile.
Man muß es aber psoitiv sehen: Im Topf vereinigen sich Dinge, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten. Interkulinarischer Dialog sozusagen.

[Auch wenn Pilze, Zwiebeln, Schmand und Nudeln nicht so unwahrscheinlich sind, zugegeben.]

Anna Licht - 30. Sep, 23:22

Glücklicherwiese hatten die Pilze ausreichend Eile und die richtige Menge Weile, so dass es weder zu interkulinarischen noch zu intestinalen Missverständnissen kam.

Unwahrscheinlich sind sie in der Tat nicht in dieser Gruppierung, dennoch konnte ich einer jugendlichen Mitbewohnerin auf Zeit Respekt und Interesse für dieses unglaublich kreative Rezept abnötigen. Ich schätze, der Ensatz von Gewürzen hat Eindruck hinterlassen.