Donnerstag, 14. Mai 2015

Seegang

Und dann sind wir am Meer, die Luft schmeckt nach Salz, der Wind zerrt sn unseren Haaren und irgendwo schreit eine Möwe. Mein Gott, das ist so stereotyp, aber genauso ist es, genauso fühlt es sich an. Feuchter, schwerer Sand und glitschiges Seegras unter unseren stapfenden Füßen, immer wieder Haarsträhnen zwischen den Lippen. Wörter werden aus unseren Mündern gerissen und verlieren sich im Grollen des Meeres, über den Schaumkronen der grauen Weite vor uns. Atemlosigkeit, kalte Nasen, Treibgut am Strand und im Kopf. Hohes, scharfkantiges Gras auf den Dünen gibt es auch, am Horizont manchmal, selten, ein Schiff. Abends Kamin und Buch und Käsebrot mit Tomate; Ostfriesentee, natürlich, Füße in Wollsocken. Extatische Langeweile, weit fort ist die Stadt. Wir vergessen ein wenig von dem, was uns dort ausmacht, wir lieben uns, wir sind frei. Heile Welt zwischen den Kapiteln.

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warm und licht und plüschig

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Nix geht verloren, der Treibsand wird archiviert: Deutsches Literaturarchiv Marbach. Danke.

Anna

- heißt eigentlich anders und schreibt seit 2002 hin und wieder was ins Internet, seit 2007 tut sie es hier. Ab und an denkt sie wegen Untätigkeit laut oder leise übers Löschen nach, durchringen kann sie sich nicht. Im Treibsand versinken Gefühle, Eindrücke und Textfetzen, die irgendwohin müssen, aber nirgends so richtig passen wollen.

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Online seit 3685 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 7. Okt, 16:34

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[- bilderrätsel -]
[- die worte der anderen -]
[- echtzeit -]
[- formaler selbstinzest -]
[- im rhythmus bleiben -]
[- konturverneinend -]
[- nonverbales treiben lassen -]
[- oder so -]
[- pärchenmärchen -]
[- woahaberjetztechtmaey -]
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