Montag, 5. Mai 2008

2007-09-27 23:44

Beim unmotivierten Wühlen in den Offline-Beiträgen drüber gestolpert. Etwas älter als ein halbes Jahr, ein halbes Leben weit fort. Alles anders geblieben. Viele Gedanken im Bauch und Gefühle im Kopf derzeit, deswegen statt Unverdautem oder gar nichts was Liegengebliebenes. Nicht dass noch wer denkt, ich läge tot im Flur.

13 Stunden* Datenbankbasteln und Programmwurschteln ist, bei Erfolgserlebnissen an den richtigen Stellen, erträglich anstrengend, auszuhalten mit wohl plazierten Dosen von Schokolade, Kaffee und Käsebrötchen. Die ersten neun Stunden ist es o.k., und die Kollegen sind nette Gesellschaft, die letzten vier verbringt man in stiller Dankbarkeit für den Feierabend der anderen. Den Heimweg schiebt man vor sich her, hier noch ein Formular, dort noch etwas Code polieren, und die Abfrage von paradoxen Laborwerten kann man auch noch eben hinbiegen. Mit fortschreitender Uhrzeit jedoch werden die Augen schwerer, die Finger müder und schließlich schaltet man endgültig ab, Hirn, Rechner und das Licht im Flur auch, weil man eine brave Praktikantin ist.
Lustlos verlässt man nach dem Weg durch die trostlosen Kliniksgänge das Hauptgebäude, tritt für einige wenige, gnädige Meter zum U-Bahn-Schacht hinein in die nächtliche Luft, die wie Nieselregen ist, und schlurft den wirklichen Anstrengungen des Tages entgegen.




*Disclaimer: ich mache das freiwillig. Niemand zwingt mich oder setzt mich unter Druck außer mir selbst und meinem schlechten Zeitmanagement! Meine Chefin ist derzeit noch nicht einmal da und wenn sie es wäre, sie würde sagen: was machen SIE denn noch hier?

[- ach übrigens -]
[- bilderrätsel -]
[- die worte der anderen -]
[- echtzeit -]
[- formaler selbstinzest -]
[- im rhythmus bleiben -]
[- konturverneinend -]
[- nonverbales treiben lassen -]
[- oder so -]
[- pärchenmärchen -]
[- samt fürs hüftgold -]
[- woahaberjetztechtmaey -]
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