Dienstag, 22. April 2008

Bildungshappen

Der Plan war eigentlich nahezu perfekt und die Rahmenbedingungen optimal. Denn zu Beginn des neuen Semesters weilte Mutter Licht noch in den Ferien und somit war die Stelle hinterm Steuer ihres Wagens vakant. Auch in der zweiten Semesterwoche benötigte das Fahrzeug dringend Zuneigung von der töchterlichen Seite, was dieser weitere fünf Tage weitestgehend (wir befinden uns immer noch im Straßenverkehr) idiotenfreies Pendeln ermöglichte. Woche Drei wurde dann genutzt, um Gesprächsstoff für die mit dem Älterwerden (und vor allem dem Arbeiten in einer öffentlichen Einrichtung) gehäuft auftretenden Diskussionen über das gesundheitliche Befinden und den eisigen Blick des baldigen Todes anzuhäufen.
Drei Wochen Zeit also für alle nervösen Erstsemester, die richtigen Buslinien zu finden, die Abfahrtszeiten zu lernen und sich in den innenstädtischen Trott einzureihen. Drei Wochen Zeit für die Zweit- und Drittsemester, ihre übersteigerten Egos wieder ein wenig runterzufahren, die Bewertung ihrer Dozenten und Referatsthemen nicht öffentlich und über mehrere Meter hinweg uninteressierten Zeitgenossen kollateralschadenartig um die Ohren zu werfen, und vor allem drei Wochen Zeit, um sich daran zu erinnern, dass dies hier eine sehr kleine Stadt ist, deren sämtliche Wege wesentlich schneller mit dem Fahrrad zu bewältigen sind, als die Busfahrer "Bitte den Bereich vor der hinteren Tür freimachen, damit sie endlich schließt" sagen können.

Aber was sind schon drei Wochen, wenn ich mit meinen Kommilitonen im Berufsverkehr schön gemütlich und mit aller Zeit der Welt im Weg stehen kann _und_ dabei nach allen Regeln der Peergroup-Zugehörigkeit top gestylt bin?

[- ach übrigens -]
[- bilderrätsel -]
[- die worte der anderen -]
[- echtzeit -]
[- formaler selbstinzest -]
[- im rhythmus bleiben -]
[- konturverneinend -]
[- nonverbales treiben lassen -]
[- oder so -]
[- pärchenmärchen -]
[- samt fürs hüftgold -]
[- woahaberjetztechtmaey -]
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