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Dienstag, 20. November 2007

Worthülsen

Ich denke mal "Ich flehe Sie an" ist kein guter Schlusssatz für eine Bewerbung?!

Zu- und Absagen

Noch vor einigen Wochen war ich fast schon wütend, da gemeinsame Lebensplanung mich früher in die alte Heimat zurückbringen würde, als ich es vor hatte. Und nun könnte ich losheulen bei der Vorstellung, dass das so sicher geglaubte notwendige Übel nicht eintreten wird.

Es wird sich was finden, ja, sicher. Wo? Wer weiß das schon, das ist keine Frage mehr, die ich stellen sollte. Da wo ich langfristig hinwollte zumindest nicht, das wurde mir heute noch einmal in aller Deutlichkeit mitgeteilt.
Human Ressources, dennoch nicht zuständig, "selbst dann muss noch die Gescäftsleitung..." und zwischen den Wörtern, die aus dem Höhrer quellen, ein klares, deutliches Nein.

Beziehung? Schön, wenn man eine hat, das muss reichen, gemeinsames Leben läuft nicht, außer man tut sich acht Stunden täglich im Geiste selbst was an.

Arbeit, die man will, die herausfordert und Spaß macht oder zusammen sein. Beides geht nicht, einer zieht das kurze Streichholz. Eigentlich sollte es mich nicht weiter verblüffen, dass ich es bin, denn für mich sind fast alle Streichhölzer zu kurz, immer schon.

Ankommen? Irgendwann vielleicht, im Woauchimmer.

Ich weiß. Ich sollte dankbar sein. Passable Jobaussichten und Beziehung - damit gehöre ich gleich zu zwei nicht ganz alltäglichen Spezies, zumindest sagt man so. Ich bin auch dankbar, versprochen, morgen wieder, wenn ich drüber hinweg bin, dass ich beides nur mit mehreren hundert Kilometern Abstand haben kann. Dass ich auch weiterhin nirgends so richtig zu Hause sein werde, weil immer irgendetwas von irgendwoher mich irgendwohin zieht.
Und das Selbstmitleid hab ich dann auch in die Tonne getreten, ehrlich.